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Auch das Werg – die beim Schwingen
oder Hecheln gewonnenen kurzen Fasern – wird für die
Textilbranche verarbeitet. Hechelwerg ist besonders
beliebt, da es in der Regel länger, sauberer und feiner
ist. Das Spinnen von Werg umfasst folgende vier Arbeitsgänge:
Kardieren, Aufbereitung und Kämmen, Strecken und Dublieren,
Spinnen.
Kardieren
Beim Kardieren werden die Fasern mechanisch entwirrt,
getrennt und zu einem Band geformt. Die Karde für
Leinen entspricht in ihrem Arbeitsprinzip der für
Wolle Sie besteht aus einer großen Trommel, die von
Krempelsätzen umgeben ist; jeder Krempelsatz umfasst
eine Arbeitswalze (langsam drehende Walze) und einen
Kardenreiniger. Das Ausgangsmaterial wird je nach
gewünschter Garnqualität in unterschiedlichen Verhältnissen
gemischt.
Aufbereitung
und Kämmen
Die Kardenbänder werden durch eine Doppelnadelstabstrecke
(Intersectings) geführt; auch die Verwendung von fortlaufenden
Nadelleisten ist möglich. Zwei Streckgänge reichen
in der Regel zur Aufbereitung vor dem Kämmen aus.
Strecken
und Dublieren
Nach dem Kämmen wird das Werg zum Dublieren und Strecken
durch Doppelnadelstabstrecken (Intersectings) oder
fortlaufende Nadelleisten geführt. In drei Durchläufen
erhält man ein gleichmäßiges Gewicht und einen für
das Spinnen geeigneten Titer.
Spinnen
Das Spinnen von Werg erfolgt unter Einsatz derselben
Verfahren und Geräte wie bei langfaserigem Flachs.
Die drei Verfahren unterscheiden sich jedoch stärker
hinsichtlich der jeweils gewonnenen Feinheit des Garns.
• Nass-Spinnen
• Halbnass-Spinnen
• Trockenspinnen
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